Sicheres Zeichen

Gepostet von Mourningwood am 4. Januar 2010

…daß man schon in Vanilla als Jäger unterwegs war:

Man findet diesen Glitch großartig.

Lederverarbeitung von 350 auf 375

Gepostet von Mourningwood am 16. Juli 2007

Epilog:
Als ich vor gut zwei Jahren mit WoW angefangen habe, hatte ich von wenig mehr Ahnung, als dem Einloggen und Sterben, weil ich es unbedingt mit Totenkopf-Gegnern aufnehmen mußte. Im Laufe der Charakter-Entwicklung begann ich mich auch mit den etwas weniger offensichtlichen Feinheiten der Spielmechanik auseinanderzusetzen. Zum Beispiel, daß es weiblichen NPCs relativ egal ist, wenn ich nackt vor ihnen ‘auf der Sehne meines Bogens spielte’, während weibliche PCs gerne einen GM* kontaktierten, um mich in hohem Bogen rausfliegen zu lassen. Ach ja, und die Tradeskills. Irgendwann von Blizzard mit dem Gedanken implementiert worden, daß sich Spieler hier ihre Zeit mal abseits von Schwertschlag und Schlachtgebrüll vertreiben, um auch mal mit einem ‘Guck, ich hab heute was Nützliches gemacht und verdiene damit sogar Gold’ ausloggen zu können und eine apologetische Grundlage für versäumte Hausaufgaben zu haben. Ich hatte mich als frischgeschossener Jäger damals für die Kombination aus Lederverarbeitung und Kürschnerei entschieden. Erstens, weil es mir offensichtlich und am passendsten erschien, und Zweitens, siehe Erstens. Um hier auch mal die Mottenkiste zu bedienen. Erst als ich bereits auf Stufe 60 war und Tiere schneller häuten konnte, als ein sehr sandiger und fixer Samum (300/300), aus dem gewonnenen Material aber nur äußerst hässliche Fingerpuppen stümpern konnte (30/75), dämmerte mir die Erkenntnis, daß all diese Monate, die ich nackt im Wald tanzend verbracht hatte vielleicht doch verschwendet worden waren…

*) Spielverderber

In diesem Post will ich also meinen Weg durch die Berufswelt in WoW Revue passieren lassen, die damals wirklich so bescheiden wie ihr Ruf war (Oder was konntet ihr euch auf Skill-Stufe 300 schon Interessantes herstellen, ohne rufgebundene Rezepte?), seit dem brennenden Kreuzzug aber teilweise sehr gefällige Verbesserungen erfahren haben und jetzt dafür das Problem haben, nicht mal eben so mit weißen (und damit meist sehr kostengünstigen) Rezepten bis auf das Maximum gebracht werden zu können, wie es einmal der Fall war. Oder wie ich das Spiel sowieso genannt hätte:

World of Warcraft – Irgendwas nervt ja immer

‘Zu lange und viel zu teuer!’. So oder so ähnlich klang auch auch immer meine Lieblingsentschuldigung, um die letzte große Skill-Lücke bei mir zu schließen.

Nur fand ich auch irgendwann das Ebenholzfarbene Netherschuppen-Set ganz putzig. Gerade, als ich wieder zurück auf Tierherrschaft skillen konnte und sich damit die Attributspyramide wieder etwas anders stapelte. Es mußte also ein Plan her, um an die letzten 25 Punkte in Lederverarbeitung zu kommen. Und zwar ein gewaltiger! Wichtig war mir, daß ich mich nicht von zufällig droppenden Rezepten oder Komponenten abhängig mache, sondern nur Sachen, die sich auch erfarmen lassen. Am besten noch mit möglichst geringem Aufwand, weil ich ja nach ca. 10 Minuten Farmen immer in Tränen über diese persönlich als langweilige Zeitverschwendung empfundene Tätigkeit ausbrechen will. Auch rufgebundene Rezepte wollte ich soweit wie möglich vermeiden, wurde/werde ich doch bei den meisten Fraktionen gerade so wohlwollend bis respektvoll behandelt.

Die Dauer der ganzen Sache hängt zu einem guten Teil natürlich von bereits vorhandenen Materialien ab. Als ich auf 350 begonnen habe, lag jedoch nicht wesentlich mehr als ziemlich viel Urwasser (ca. 30 Stück) in meinem Bankfach und ansonsten gerade genug Partikel, um mir zwei Mal Urmacht transmutieren zu lassen. Weiterhin sollte sich beim Questen eine recht ansprechende Menge an verschiedenen Ledersorten gesammelt haben und die Rufstufe: Respektvoll bei den Kurenai und der Ehrenfeste sind ebenfalls nötig, um den Weg wie hier beschrieben, zu gehen. Der feste Wille, sich mal drei Wochen (ca. 80 Stunden Spielzeit) nur mit Farmen zu ruinieren sollte ebenfalls vorhanden sein. Aufgrund der Preisgestaltung für Urelemente lohnt es sich kaum, diese in den hier benötigten Mengen im Auktionshaus zu erstehen. Es sei denn, man sammelt Kräuter und schwimmt eh andauernd im Geld. Das Leder kann man sich durchaus dort leisten bei Stackpreisen zwischen 10 und 20 Gold, aber auch hier hab ich öfter gefarmt. Die zwei blauen Drops für 150 Gold haben mir Recht gegeben.

350 – 352
Die Urmacht hat mich mit der Hilfe von 2 Reitgerten auf 352 gebracht. Eine behaltet ihr sicher selber, die andere verkauft man, um einen kleinen Polster für die folgenden Anschaffungen zu haben. Gerade Arkanen Staub und Prismasplitter hat man als Nicht-Verzauberer wahrscheinlich nicht zwangsläufig auf Lager. Die gesamte Rezeptliste für die 2 Punkte liest sich so:

8 Schwere Knotenhautleder
2 Urmacht
12 Arkaner Staub
2 Kleine Prismasplitter

353-355
Als nächstes wurden ein paar Oger für ihre dicken Hintern und die Tatsache, daß es 10 Punkte Ruf bei den Kurenai pro erfolgreichem Boxkampf gibt, verprügelt. Diesen Teil des Parcours gilt es allerdings nur zu absolvieren, solange man nicht respektvoll von den Kurenai behandelt wird und sich somit das Rezept für die Netherzornstiefel nur im Schaufenster angucken darf. Nachdem ich hinter diesen Punkt einen Haken setzen konnte, durfte ich das gleiche für Lederverarbeitung 355 machen. Benötigt wurden für 3 Paar Stiefel:

18 Schwere Knotenhautleder,
30 Kristalldurchwirktes Leder,
12 Urwasser,
12 Urmana,
6 Runenfaden

356-357
Damit es nicht langweilig wird und damit das während des Levelns in Nagrand angefallene Grollhufleder endlich mal unter die Nadel kommt, habe ich zur Abwechslung 2 Schwere Grollhufstiefel gebaut. Das Rezept gibt es bei der Expedition des Cernarius in den Zangarmarschen und ist bereits ab Rufstufe: Freundlich zu bekommen, sollte also kein Problem darstellen. Außer den vierzig Ledern der Grollhufe braucht man:

8 Schwere Knotenhautleder,
8 Urerde,
4 Runenfaden

358-360
Um die 360 zu knacken, wurden dann einfach noch ein paar Netherzornstiefel gebaut. Die kann man übrigens für ca. 50 Gold im Auktionshaus anbieten und somit für den Farmaufwand noch einen relativ ansprechenden Gegenwert herausholen. Wahlweise natürlich auch zu Großen Prismasplittern entzaubern lassen, die nächste Beweglichkeit auf Zweihandwaffe-Verzauberung kommt bestimmt. Und nochmal:

18 Schwere Knotenhautleder,
30 Kristalldurchwirktes Leder,
12 Urwasser,
12 Urmana,
6 Runenfaden

360-375
Ihr solltet bei der Ehrenfeste respektvoll behandelt werden (es hilft dabei, sich nicht mit der jüngsten Tochter des Kasernenkommandanten im Heu erwischen zu lassen…), um euch das Rezept für die Armschienen des Teufelspirschers kaufen zu können. Abgesehen davon, daß das Teufelspirscher-Set bei vernünftiger Verzauberung und Sockelung bis in den Schlangenschrein hinein schwer zu toppen ist (Ausnahmen: Das bereits erwähnte Netherschuppen-Set, oder vielleicht ein komplettes Tier-4-Set, welches aber Dropluck-lastig ist), gibt es sichere 10 Punkte auf einer orangefarbenen Fertigkeitsstufe. Gerüchteweise liefert ein Rezept, welches gerade Gelb geworden ist, für die folgenden 5 Versuche noch sichere 5 Punkte, um erst dann in den 90%-Modus zu schalten. Für unser kleines Beispiel hier bedeutet das natürlich, daß man mit 15 Armschienen eigentlich bis 375 kommen sollte. Schaut man sich jetzt noch an, wie relativ ökonomisch so eine Armschiene gebaut werden kann (nur eine Sorte von Urelement, kein Urnether), wirken die berüchtigten ‘letzten paar Punkte’ plötzlich gar nicht mehr so schrecklich. Nachteil: Die Armschiene wird selten mehr als 30 Gold im Auktionshaus bringen. Das lohnt den Verkauf faktisch kaum noch. Entzaubern ist hier wohl die bessere Wahl. Man muß sich folgenden Haufen an Material zusammenfarmen:

90 Schwere Knotenhautleder,
90 Teufelsbälger,
90 Kristalldurchwirkte Leder,
60 Urluft,
30 Runenfäden

Wer in der glücklichen Lage ist, bei den Sha’tar mit ehrfürchtigen Blicken bedacht zu werden, für den verringert sich der Farmaufwand ab 365 noch einmal dramatisch. Ihr könnte das Rezept für die Trommeln der Schlacht erstehen, für die man nur sehr wenig an Material braucht:

2 Schwere Knotenhautleder,
1 Urfeuer,
1 Urerde

Nachteil: Es ist Urfeuer dabei. Die Geißel allen Farmens. Wer nicht gerade das Farmen von Urnether und Abzeichen der Gerechtigkeit so schleifen lässt wie ich, sollte damit eigentlich den ganzen Weg bis 375 gehen können. Ansonsten bieten die Hüter der Zeit ab 370 nochmal die ähnlich genügsamen Trommeln der Panik an. Aber auch hier: Exalted, Baby!

Unter’m Strich liest sich die Gesamtliste also für die letzten 25 Punkte in Lederverarbeitung so (Und das jetzt auch nur, um noch ein paar Tipps für die Farmspots loszuwerden, ich weiß, daß ihr rechnen könnt! Die Zeit-Schätzungen sind natürlich nur subjektiv):

142 Schwere Knotenhautleder (Quest- und Skillabfall. Ansonsten ca. 140 Gold im Auktionshaus.)
150 Kristalldurchwirkte Leder (Wird am häufigsten von den Klingenrückenbasilisken im Schergrat gedropt. Nur gibt es von denen nicht gerade viel. Weitaus mehr (Felshaut)Basilisken wohnen im Nethersturm. Die haben es sich allerdings mitten in den Astralen bequem gemacht und stellen sich außerdem gerne tot beim Ableben, um für Verwirrung zu sorgen. Insofern erschienen mir irgendwann die ca 50 Silber pro Stück nicht mehr als zu teuer.)
90 Teufelsbälger (Beste Non-Elite-Droprate bei den Artefaktsuchern im Nethersturm. Nette Begleiterscheinung: Diese droppen mit Knotenhautleder(fetzen), Malen des Sargeras und Teuflischen Waffen NUR nützlichen Kram. Zumindest, wenn ihr euch bei den Aldor einschleimen müßt. Ca. 1000 Ruf pro Stunde als netten Nebeneffekt abzugreifen sind kein wirkliches Problem.)
62 Urluft (Im Norden oder Süden des Schattenmondtals. Im Süden gibt es mehr Wütende Luftgeister, dafür habt ihr im Norden keinen Elite-Gegner auf Patroullie, meistens deutlich weniger Mitfarmer und außerdem noch allerlei zusätzliches Getier, welches mit Leder und sogar den wertvollen Kobraschuppen um sich wirft. Urluft ist auch die große Bremse gewesen. Als Faustregel würde ich zwei, höchstens drei Urluft pro Stunde ansetzen. Es kann schneller gehen, tut es aber oft nicht.)
46 Runenfäden (beim Händler)
40 Grollhufleder (Questabfall aus Nagrand. Ansonsten mit einem Preis von bis zu 4 Gold pro Stück eindeutig zu teuer, um es einzukaufen. Aufgrund der benötigten Mengen für die Grollhuf-Rezepte würde ich diese auch nicht zum Skillen empfehlen)
26 Urwasser (Elementarplateau, Angeln oder am besten von den Aufwieglern von Skettis besorgen, während ihr die 12-Gold-Bombquest da oben erledigt.)
26 Urmana (Seid ihr in einer Raidgilde, bekommt man von den Trashmobs vor dem Kurator in Karazhan immer wieder Manapartikel. Nur ist das ganze nicht sehr zielgerichtet. Es bietet sich eher an, einfach alles in der Zaubergasse von Kirin’Var (Nethersturm again) zusammen zu schießen. Bei den Respawn-Raten können das auch gerne bis zu vier Leute gleichzeitig machen. Außerdem nehmt ihr am besten gleich noch die Quests an, welche die Questgeber da im Angebot haben. Sind durchaus ein paar hundert Gold, die man einfach nebenbei macht und die Reparaturen und Munitionskosten abfedern helfen. Ca. fünf Urmana pro Stunde sind in der Zaubergasse eigentlich kein Problem.)
10 Urerde (Die Elementare in Nagrand. Haben zwar eine etwas geringere Droprate (ca. -1,5%) als die im Nethersturm oder Schattenmondtal, sind aber so weit unter Stufe 70, daß man schneller durchfarmt)
2 Urfeuer (Vom Elementarplateau in Nagrand oder besser dem Schattenmondtal oder nördlich von Toshleys Basis im Schergrat. Am besten aber gar nicht. Nur kaufen kann man den Müll bei 40 Gold pro Urfeuer im Auktionshaus ja auch nicht…Ich freue mich schon auf das Netherschuppen-Set.)
Arkanen Staub und Kleine Prismasplitter aus dem Auktionshaus.

Voila, die letzten 25 Skillpunkte für wahrscheinlich sogar einiges an Verdienst. Ich verdiene bei einer Stunde Farmen mit dem Verkauf von Elementarfragmenten und grauen Drops und abzüglich der Kosten noch immer um die 7-10 Gold. Bei grünen, blauen oder lilafarbenen Randoms kann das natürlich schnell noch in ganz andere Bereiche vorstossen.

Das Dungeon-Set 1.5

Gepostet von Mourningwood am 9. Juli 2007

Ehrlich, ich möchte selber nicht in der Haut von Gamedesignern stecken. Zumindest, wenn es um Online-Spiele geht. Den positiven Zuwachs an Netzwerkbildung und Kommunikation zwischen den Nutzern einer auf dem Internet basierenden Spieleplattform, gegenüber einem genregleichen Offline-Produkt steht ein dickes Problem gegenüber: Womit beschäftigen wir die ganzen Leute, deren Fähigkeitenprofil vom blutigen Anfänger bis zum Pro-Gamer reicht? Kann man offline da mit ausbalancierten Lernkurven, intelligenten Rätseln oder, wenn man beides nicht erfüllen kann, einfach einem auf dem Grundsatz “fuck the hell!”-basierenden Spielprinzip versuchen, den unterschiedlichen Repräsentanten des eben beschriebenen Typus Homo videospielensis gerecht zu werden, fällt das bei Online-Spielen irgendwann flach. Frühestens, wenn der zarte Level-1-Sproß den trauten Schoß und die Vorhersagbarkeiten seines Handelns innerhalb des Anfängergebietes verlassen hat (so 10 Stufen später), spätestens, wenn man mit Erreichen der Maximalstufe eine andere Beschäftigung als Questen suchen muß.

Vermeidungsstrategien? Hab ich nicht. Und so ging’s wohl auch Blizzard, als sie sich für einen deutlichen Fokus auf Farmen und Grinden (Ruf, Rüstungsteile, Material für die verschiedenen Handelswaren) ab Erreichen des Max Cap entschieden haben. Der Vergleich mit einem päckchenwackelnden Vertriebsmitarbeiter, der nicht gerade für das strikte Beachten des Betäubungsmittelgesetzes bekannt ist, kann nur als unhöflich und unpassend betrachtet werden, ist aber irgendwie alles, was mir an fein formulierter Kritik einfallen will.

 

Das es auch einfacher geht, sieht man an dem epischen Rüstungsset, welches ich mir in kürzester Zeit und ohne die “Hilfe” nerviger oder unfähig agierender Mitspieler, erarbeiten konnte.

 

cat.png

Einfach vor Stormwind stellen, die Gammakorrektur der Katze herunterfahren und dann Apfel + M drücken. Oder wo auch immer diese verrückten Windows-Systeme ihren Bildschirm minimieren.

 

Das Set sieht nicht nur spitze aus, auch die Boni können sich sehen lassen: Gut, keine Verbesserung der Rüstungswerte oder Angriffskraft, aber man wirft mit Jack Frost-Zitaten um sich, bekommt +200 auf Schattenhaftigkeit in Winterspring und kann einmal am Tag den Marshmellow Man beschwören. Hmmm…Marshmellows. Gegenanzeigen: Vorsicht bei Yetis, die verwechseln einen jetzt schnell mit (Nachtelfen) Bäumen und verrichten ihre schmutzigen, kleinen Yeti-Geschäfte an einem, oder mit ihren (Tauren) Weibchen und, na, ich will mal so sagen, dann nehmt ihr eure Manatränke erstmal ‘ne Weile im Stehen ein.

Feine Sache, Blizzard, aber ich will die Menge an Code auch nicht verwalten müssen. Wenigstens ist ja die Schußanimation der Jäger wieder vorhanden und man soll sich ja auch an kleinen Sachen freuen.

In einer lustigen Randnotiz und prä-2.0.1.-Patch verwandele ich mich jetzt immer in ein kontrastarmes Dagon-Replikat nach Ruhestein-Benutzung.

dagon.png

Versuch einer Danksagung

Gepostet von Mourningwood am 5. Juli 2007

Da steh ich gestern also im Nethersturm und hadere noch ein wenig mit meiner grottigen Performance im Schattenlabyrinth (“Wat? Welche Richtung? Wohi…tot!”) und der des folgenden Gruppenkriegers in der Mechanar (“Chaaaaarge…ach, ihr rezzt noch? Ist ja nicht schlimm, Aggro halte ich ja eh nicht. kkbyethx!”), als plötzlich TS*-seitig das große Gejubel ausbricht.

Normalerweise würde mich das auch nicht weiter wundern, nur war ich schon ‘ne ganze Weile online und drin. Also mußte es einen anderen Grund für die langanhaltende Fahnenwedelei bei Iuliana geben. Und obwohl es wie ‘Gehaltserhöhung und ein Dreier mit Audrey Tautou (In Amelie) und Keira Knightley’ klang, war es am Ende doch nur sein erster lila Worlddrop**.

Aber was für einer!

Don santos’ ihm sein aber so was von ordentlich Berühmtes Jagdgewehr ist der Stoff feuchter Jägerträume. Mit Audrey Tautou, Keira Knightley und ihren Schwestern. als sie alle 19 waren. Das Ding hat zwar keine Boni, aber mit 73,7 DPS schon mal einen gesunden Grundschaden, propft man jetzt noch ein schadensverbesserndes Khoriumzielfernrohr auf das Teil, sind wir bei 85,7 DPS. Hossa! Aber jetzt…”Hat die Chance, bei einem Treffer eure Angriffskraft um 250 zu erhöhen. Und das für satte 10 Sekunden!”. 250? 10 Sekunden? Oder besser

250??!?!?einself!!! 10 Sekunden?!? Huarhuarhar!

250 sind, wir erinnern uns: 14 AP gleich 1 DPS, nochmal 17,9 DPS obendrauf! Gut, proccabhängig, aber mit laut Netz 5-10% sind die keine wirkliche Seltenheit mehr. Nimmt man jetzt noch den Verbesserten Falken eines BM und die Schnellschüsse hinzu, sollte man eigentlich recht oft mit Santos’ Segen und damit 103,6 DPS, oder besser

103,6 DPS!!!! für 10 Sekunden! 10. Also Sekunden.

die aus dem Geschäftsende dieser Waffe rotzen, in Azeroth rumstehen. Als BM profitiert natürlich auch mein Pet nochmal von diesem Schadensoutput und es gibt Leute, die behaupten, Santos würde mit Santos stacken. was ich allerdings kaum glauben kann, weil mit 120 dps bessere Werte als die vom Netherbespannten Langbogen erreicht werden würden. Und den darf ich nur innerhalb einer bestimmten Instanz benutzen…

Schaut man jetzt jedenfalls bei Thottbot Ranged vorbei, stellt man ziemlich schnell fest, daß es – ja, ich weiß, der Procc verzerrt, aber ich gebe mich im Augenblick mal der Illusion hin, daß er so oft knallt wie angegeben – mit dem Legionenzerstörer gerade mal einen einzigen Schussapparat gibt, der 104,2 DPS und damit mehr hat. Wolfslayer, Sunfury, Serpent spine, selbst Barrel Blade mit gesockelten 2 Purpurspinellen und damit satten 40 AP mehr haben weniger DPS…

So weit, so langweilig…

Jedenfalls ich so: “Glückwunsch, du hast eben irgendwas zwischen 1.500 und 3.000 Gold verdient. Je nachdem, wie solvent unser Server gerade sein sollte.”
Er so: “Nee…”
Ich so: “Ha ha, warum? Ich hab sogar den Willen von Edward dem Seltsamen neulich für 950 verkloppt bekommen und Eddie hat keine Boni und ist hässlicher als die Einfahrt voller Joghurt. Gammliger!”

(Hatte ich erwähnt, wie Don Santos aussieht? Gut, passt nicht zu einem Elfen, aber Booyah, das Produkt der Liebe zwischen dem Gurubashi Zwergenzerstörer und dem Todesstern)

“rock up, get down, mi uzi weighs a ton!” (chuck d. oder flava flav. rille…)

Er so: “Na, weil ich die dir schenke.”
Ich so: “Ahahahahaahh haahahah haahahah aa ahaha *hust* *hust* *hust* Das ist ja furchtbar nett, aber ich kann dir leider kein Arm oder Bein geben, weil ich Autofahrer bin und du weißt, daß ich mich von meinem Penis nicht wirklich trennen will, auch wenn ich dann noch zwei andere Beine hätte.”
Er so wieder: “Igittigitt und überhaupt ich geb ihn dir ja so.”
Ich inzwischen sehr eloquent: “Aber aber aber…eek…und…örkl…und möp…die Stats und hasse mal…argh…Gold…un so.”
Er so: “Wenn ich auch nur ein Kupfer im Handelsfenster sehe, schmeiß ich die in den See!”
Ich so: sprachloser und plötzlich glücklicher Besitzer der ungefähr zweitbesten Waffe im Spiel.

Also, iuliana, ich war gestern sprachlos, ich bin heute sprachlos (Text mal ignorieren) und seit ich die DPS-Vergleiche gemacht habe, bin ich es noch mehr. Ich wäre dir gern böse, weil ich jetzt bei keiner lila Waffe mehr im Spiel Bedarf habe, aber ich ignoriere das gerne im Zusammenhang mit den vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen, vielen guten Dingen, die du gestern für mich ganz selbstlos in eins gepackt hast. Wenn das nicht Pech und Schwefel ist, dann weiß ich auch nicht mehr. Ich kann das gar nicht wiedergutmachen, was du da getan hast, versuche es aber einfach indem ich dir diesen raketengetriebenen Bürostuhl gebastelt habe. Mit Wikinger. Ein Ding, das sich ja jeder Mann wünscht.

Ich wünsche mir das erste mal seit dem grandiosen Aphex Twin,

daß ein Mann Brüste hat, damit ich ihm Blumen schicken kann und Kinder mit ihm haben. Das war ‘ne ganz große Nummer da gestern von Dir.

Und wenn jemand einen DPS-intensiven Jäger suchen sollte…*wischt sich imaginären Staub von der Schulter, wackelt mit den Augenbrauen*…You’ve come to the right place, Baby!

14 (Wenig) Bekannte Tatsachen über meine Lieblingszeitverschwendung

Gepostet von Mourningwood am 5. Juli 2007

Nämlich das Rumstehen in Shattrath und die verzweifelte Suche nach einer Gruppe. Schließlich ist ein guter Teil der Quests*, oder besonders interessante Ausrüstung, ab einem bestimmten Punkt im Spiel nur noch im Zusammenspiel von mehreren Mitspielern zu erreichen. Hier muß dann jede Klasse ihre mehr oder weniger fest definierte Rolle ausspielen, um zum Erfolg und Gelingen beizutragen. Krieger stehen also im Stahlgewitter (Hell, yeah, eine Industrialmusik-Referenz) und binden den Gegner an sich, Priester, Druiden oder Paladine beten Schutz und Heilung auf ihre Mitspieler von den jeweiligen Göttern hinab (und spätestens jetzt entscheidet sich, wer bei Ministranten an Gottesdienst und wer an Snickers gedacht hat. Hell, yeah, eine Untere-Schubladen-Witz-Referenz), während Schurken, Jäger und Zauberkundige für den Schaden sorgen. Oder Kaninchen aus dem Hut ziehen. Bei Männern, die gern Röcke tragen, kann man sich nicht wirklich sicher sein.

Also die Gruppenfindung. So ein Stück angewandte Sozialisation. Transferleistung und Einbringen von all dem, was man in den letzten dreißig Jahren über die Dynamik eben solcher (also Gruppen) lernen konnte, ein virtuoses Spielen auf der Klaviatur zwischenmenschlicher Begegnung und der Faktoren, welche diese zu einer geradezu symbioseträchtigen Gemeinschaft machen, in denen jeder von den Talenten und Fähigkeiten des anderen profi…

…wenn da nicht DIE Mitspieler wären. DIE Mitspieler scheren sich einen Scheiß um diese Dinge, und verhalten sich nicht wie ein normaler Elefant (groß, grau und leicht nervös, weil er irgendwo anstossen könnte) im Porzellanladen der Zwischenmenschlichkeit, sondern wie ein völlig besoffener Elefant, der sehr laut und sehr falsch Born-to-be-Wild-trompetend auf dem Sozius eines Mofa durch selben Laden schlingert. Ach, und so einige Spielmechaniken. Auch nicht besser, die Säue!

Gesammelt während der letzten 50 Tage Spielzeit, hier exklusiv und sehr subjektiv katalogisiert und dabei gnadenlos dem Prinzip des
Halo-Effekts Rechnung tragend:

1.) Es mag virtuelle 8 Millionen Mitspieler geben, in der Realität sind die Chancen mehr als schlecht 5 halbwegs fähige für eine Gruppe zusammenzubekommen.

2.) Die Chance-Stufe ‘mehr als schlecht’ halbiert sich, wenn Du Jäger bist.

2a.) Aber du kannst ja prima farmen gehen.

3.) Haben sich fünf Leute gefunden, sind drei davon Jäger.

4.) Zwei Jäger spielen wie D.P. Gumby.

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Die Älteren werden sich an D.P. “MY BRAIN HURTS!” Gumby (Oh, Scheiße, ich liebe diesen Sketch! Aber ich verwechsele Humor ja auch gern mit Dampframmen.) noch erinnern können. Mit den Backsteinen hauen diese beiden übrigens auf das Keyboard statt den eigenen Kopf.

4a.) Der andere Jäger ist vor 10 Minuten auf eBay gekauft worden.

4b.) Die universelle Grußformel innerhalb einer Gruppe lautet: “TeamSpeek ist für N00bs!***” Man hätte [Instanz] schließlich schon hundertmal gemacht.

4c.) Es stellt sich jetzt heraus, daß diese fünf Leute in sieben unterschiedliche Instanzen wollen. Schnittpunkte sind nicht vorhanden.

4cc.) Beziehungsweise Flugmounts. Oder abgeschlossene Vorquests.

4d.) Die Gruppe besteht nach unzufriedenheitsinduzierter Fluchtinflation wieder aus genau dem einen Jäger, der am Anfang hilfesuchend in Shattrath stand.

4e.) Den Charakter auf eBay zu verkaufen erscheint diesem immer attraktiver.

5.) Heiler und Tanks existieren nur auf dem Papier. Schuld daran ist die Erfindung des Damage-Meters*** *.

5a.) Selbstachtung ist was für Solospieler. Wenn Du einen Heiler haben willst, bereite dich darauf vor, ihm mehr Zucker in den Arsch zu blasen, als deiner großen Liebe, während du sie von deinen Qualitäten als möglicher Partner überzeugen wolltest.

5b.) Richtig. Die Geschichte geht in den meisten Fällen genauso “glücklich” aus, wie damals.

6.) Hast du einen Heiler gefunden (Gerüchteweise hat man in der gleichen Zeit selber einen auf Level 70 und T4 gehievt), ist dieser gerne AFK*** **. Der Tank nutzt diese Pause für einen Sturmangriff in die nächste Gegnergruppe.

7.) Es stellt sich heraus, daß dieser Tank der umgeloggte Jäger aus 4a.) ist. Und Offensiv geskilled.

8.) Es gibt Instanzen neben Mechanar Heroisch und Karazhan. Die sind allerdings schlechter besucht als Mecklenburg-Vorpommern an einem Mittwochvormittag im Winter. Dem Nuklearen.

9.) Proportional zur Nervigkeit eines Mitspielers, steigt seine Kurve auf Bedarfswürfe. Diese meistens in einem nicht nachvollziehbaren Muster durch alle Rüst- und Waffenklassen. Der Ergebnis müßte ein panzerfahrender Priester, bewaffnet mit Interkontinentalraketen sein, hat aber vermutlich auch nur was mit 5.) zu tun.

9a). Oh, es wieder der Typ aus 4a.) Wieviele Charaktere hat der Sack eigentlich?

9b.) Das eben beobachtete schließt die Frage nach grauen Gegenständen “zur Abfederung der Reperaturkosten” ein.

9c.) Sein/Ihr Glück bei den Bedarfswürfen (Hier gilt der Grundsatz x deines eigenen Wurfes plus 1), lässt nur den Schluß zu, daß das Universums ein untersetzter Mittfünfziger mit schlechtem Sex und Mundgeruch ist. Und sich so seine Lacher holen muß.

10.) Vor der Zusage auf ein “Kannst Du mir eben kurz helfen?”, sollte man überprüfen, ob man ausgeschlafen ist, gesättigt und ohne dringende hygienische Bedürfnisse. So überstehen sich die nächsten vier Stunden leichter.

10a.) Wenn Du Dich (siehe auch 4d) dazu herabgewürdigt aus reinem Altruismus beschlossen hast, einen tiefstufigen Mitspieler durch eine Anfängerinstanz zu ziehen*** ***, gibt es nur eine Antwort auf deinen Hinweis, doch bitte nicht selber in die Gegnergruppen zu laufen, schließlich kannst Du nicht heilen und nur schwer Aggro*** *** *von mehreren Gegnern abnehmen…

“LOL! Das wird schon!”

11.) “Leihst du mir [lächerlich hohe Summe, vergleichbar mit dem BSP eines performanten Industrielandes] Gold?” ist die höfliche Form von “Need Gold für Epic plz!” und durchaus ernst gemeint. Der Betrag steigt dabei umgekehrt proportional zum Grad der gegenseitigen Bekanntschaft. “Wann zahlst du mir das Geld, welches ich dir vor 6 Monaten geliehen habe, wenigstens mal ansatzweise zurück?” führt dagegen oft zu einem gebrüllten: “[Charaktername] ist ein Ninjalooter/Craftbetrüger*** *** **!”. Im Allgemein-Channel der Hauptstadt.

12.) Statt Penisverlängerungen verspricht der Spam Goldvermehrungen. Wie auch im richtigen Leben macht er 95% der ankommenden Post aus.

13.) Die Preise im Auktionshaus entsprechen denen von “garantierten eBay-Schnäppchen” oder der Höhe von den gesammelten Nebenkostennachabrechnungen dreier Jahre.

14.) Es wird anscheinend trotzdem gekauft. Ach ja, da war ja die unseelige Verquickung (kein Link hier) von ‘Unser Gold gegen dein Geld?’, die von solchen Krustentierchen natürlich nur mit “MJAAAA. MY BRAIN HURTS!” beantwortet wird. Und eine muttergeliebte Industrie, die daran hängt.

Warum ich mir das trotzdem jeden Abend gebe? Wegen den Ausnahmen der ganzen Regeln.

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* Providerseitige Beschäftigungstherapie, deren Erzählverlauf an der interessantesten Stelle abgebrochen werden muß, damit der Spieler lieber wieder eine der vielen Millionen Grinds** nach dem Schema “Besorge [x] schlechtriechende [Trikotagen] und [xx] abgenutzte [Prothesen]” von “[arme, computergenerierte Irre]” absolvieren darf.
** Providerseitige Beschäftigungstherapie. Allerdings von der Buchhaltungsabteilung konzipiert.
*** Blutiger Anfänger im Spiel. Oder jeder über fünfundzwanzig.
*** * Schwanzvergleich ohne Penis
*** ** Während Punkt A den Standort des Computers unseres Heilers simuliert und Punkt B, den Stuhl davor, auf dem er eigentlich sitzen müßte, telefoniert dieser (der Heiler, nicht der Stuhl!) an Punkt C. C ist jeder mögliche Punkt in diesem oder einem benachbarten Universum. Es wurde schon von Heilern berichtet, die in D waren, aber weiß nicht, ob es mehr als 15 Dimensionen gibt.
*** *** Schon mal eine Kaugummi klauende, schwer erziehbare Rotznase mit nachhaltigem Autoritätsproblem babysitten müssen? Als ihr selber 14 wart? Halt nur schlimmer…
*** *** * Schon mal versucht, einen dieser irre witzigen, unsynchronisierten 70er-Jahre-Pornos aus Schweden in den DVD-Player zu tun, während die Freundin die letzte Staffel von “Friends” schaut? Nur nicht so schlimm…
*** *** **Sowas wie ein Hühnerficker im MMORPG

Muschi!

Gepostet von Mourningwood am 7. März 2007

Nein, das hätte in der Tat nicht sein müssen.

cat-small.jpg

Dieser kleine Stinker jedenfalls fiel mir beim Herumwühlen in den blauschimmernden, schuppigen Überresten des Smutjes in die Hände. Mit dem einfallsreichen Namen “Siamkatze” versehen, macht er lustige Geräusche, wenn man drauftritt und eine eindeutige Geschlechtsbestimmung umöglich. Much more unique, als alles, was man für Geld bei dieser jungen Dame kaufen kann. Er/Sie/Es hat zwar ein paar Polygon-Dreiecke zuwenig spendiert bekommen und sieht damit recht kantig aus, aber er/sie/es hilft einem wunderbar dabei, mit Frauen ins Gespräch zu kommen.

Vierzigjährigen, dickbäuchigen Frauen, die Manfred heißen. Wir sind schließlich im Internet.

Einfaches Schlechtfühlen dank Guildroster

Gepostet von Mourningwood am 2. November 2006

Geistige Notiz an mich selber: Vielleicht man doch mal mit PVP anfangen…

Long Train Running

Gepostet von Mourningwood am 2. Mai 2006

Schlachtzüge. Nicht die schmierigen Tavernen-Servietten wert, auf denen sie – in groben Linien und der noch gröberen Lautsprache des Lagerfeuer-Dialekts – geplant werden. Ich weiß, wenn es etwas Schlimmeres in WoW gibt, als die U14-Mitspieler oder Random-Groups, dann ist es die Kombination aus beidem. Abgesehen vom Versuch, an einem Freitagabend mit zweistelligem fps-Wert vor dem Safe von Ironforge herum zu laufen. Ach nee, das ist nicht schlimm, nur unmöglich. Das es noch launestrapazierender werden kann, hat mein erster Versuch in Sachen Schlachtzug gezeigt.
Kurzer Exkurs: Danken bestimmte Gegner so gerne ab, wie ein Berlusconi bei den Parlamentswahlen, hat man die Möglichkeit, mehrere Fünfer-Gruppen (die übliche MaxCap für Spielerzusammenschlüsse) mit Faktor acht auf bis zu vierzig Mitglieder aufzustocken. Schlachtzug, prego. Klingt grundsätzlich prima. Hab mich auch immer gewundert, warum nicht einfach mehrere dieser Züge durch Azeroth marodieren und jeden vorlauten Gegner oder Spieler in die von ihm präferierten Jagdgründe schicken. Dafür gibt es einen einfachen Grund: Als Mitglied so einer Gruppe wartet man sich zu Tode.
Ich hab schon Kontinentaldriften gesehen, die fixer waren, als ein Schlachtzug bei der Frage, wohin es denn als nächstes gehen soll. Unwillkürlich fühlt man sich als Exponat des Zeitlupen-Museums, Besucher des Planeten Bürokratix Sieben oder vergewissert sich mit scheelem Schulterblick, nicht eben von einem Gletscher eingeschlossen worden zu sein.

Beliebter Schlachgruppenfehler: Daran teilnehmen.

Bereits die Anreiselogistik so einer Versammlung sollte auf keinen Fall unterschätzt werden und erinnert in ihren fixen Momenten an ketamingeschwängerte Dreizehenfaultiere. Da braucht jemand Pfeile, hier noch jemand 10 Minuten für den Abschluß einer völlig anderen Quest (plus den sowieso 15 Minuten Anreisezeit, weil er gerade am anderen Ende der Spielwelt ist) und Nummer drei fällt ein, daß er die Software überhaupt erstmal kaufen und installieren muß. Schon wenige vierzig Minuten später hatten wir es dann aber auch. Wo man im Gildenchat durch ein mehr oder minder freundlich gemeintes “Mach Meter” noch für Beschleunigung sorgen kann, sammelt man hier Duellfahnen. Oder einen Anschiß, weil die Gruppe statt 36 nur noch 15 Mitglieder hat. Was mir dann allerdings auch lieber war. Wer reist schon gerne mit zartbesaiteten Gänseblümchen-Pflückern, die nach ihrem neunten “Away for Kacken und Kippe drehen” innerhalb von einer halben Stunde noch nicht mal mit einem kurzen und erzieherischem Verbalgewitter klarkommen? Solange vertrieb ich mir die Zeit, das Obergespenst mit herzlichen Hallos zu begrüßen.

Ohne Ohren, keine Füße für Schuhe: Gotts früher und dann verworfener Entwurf der perfekten Frau.

Und Filmzitaten.

Beim darauf folgenden Geplänkel zeigt sich dann auch der offensichtliche Vorteil dieser Zweckehe. Hier wird mal eben so viel Schaden pro Quadratzentimer entwickelt, daß sich der Kern unserer Sonne dagegen wie ‘ein kuschelig warmer Bankplatz während eines Frühlingsmorgens’ ausnimmt. Selbst relativ ungeübte Gruppen sollten so ganz erfolgreich agieren können. Von taktieren will ich mal mit Absicht nicht sprechen, aber möglich, daß ich die Rolle der Heiler unterschätzt hab. Meine Katze war wegen ihres Ablebens jedenfalls wieder mal reichlich verschnupft.

Nächster Halt: Darrowshire. Hat, wie die ganzen Pestländer, auch schon bessere Tage gesehen. Zum Beispiel, als es 1293 bis auf die Grundmauern niederbrannte.

Die kurze Wiedererkennungsfreude meinerseits (‘Sieht aus wie die Kaschemme in Ironforge, wo ich so gerne einen heben gehe. Na ja, vielleicht nicht ganz so übel.’), relativierte sich allerdings in dem Augenblick, wo ich mal wieder in eins der WoW’schen Plotholes fiel. Ein Kind? Ein kleines Mädchen?! Sucht ihre Puppe, während um sie herum jede Menge Betttücher (sieht scheiße aus, schreibt man jetzt aber so) und mobile Komposthaufen wanken? Und Herr Papa sich seine blöden Beine in den digitalen Hintern steht? Nur ein paar Schritte weiter an der Kathedrale des Lichts. Die Nichtvereinbarkeit von Kind und Karriere kann ich durchaus nachvollziehen, Blizzards daran programmierte Kritik hinterlässt wegen *hust* “Stringenz” und *lol* “Kohäsion” einen zwiespältigen Eindruck.

Die Schlacht selber war unübersichtlich. Irgendjemand beschwor irgendwas*, all hell broke lose und plötzlich hatte man mehr Hände voll zu tun, als die möglichen Kinder von Kali und Prinzessin Theradras. Unser Gruppenpriester kippte dann freundlicherweise auch erstmal so schnell um, wie die Zypries bei der Urheberrechtsnovelle. Leichter Anflug von Panik, die sich in dem Augenblick verstärkte, als offensichtlich wurde, daß meine Lieblingstaktik (Totstellen zwecks Aggressionsminimierung) für die versammelten Schreckgespenster offensichtliche Schmierenkomödie war. Gut, die von Berufs wegen untoten Jungs und Mädels mögen da Experten beim ‘Spot the Looney’ sein, als Jäger rutscht man erstmal in rüstungsbedingte, handfeste Erklärungsnöte, was es denn nun mit dem ganzen verursachten Schaden auf sich hat. Klarer Vorteil: Der Friedhof für die Pestländer liegt im näheren Bereich von Darrowshire und so entfallen die ansonsten üblichen Erweckungs-Marathons. Das Schöne am Nachtelf: Verschmilzt – frisch wiedergeboren – auch prima mit den Schatten, um übersehen zu werden. Das Dumme am untoten Gegner: Interessiert ihn wieder nicht sonderlich. Und so wurde die Welt ein weiteres Mal blau. In your face, Tom Waits.

Am Ende dann das übliche Gruppenlepra, wenn mindestens zwei der Zug-Teilnehmer ihre Quest abschließen konnten. Garniert von ein paar fixen Schwindeleien, einen wieder einzuladen, wenn man morgen online ist und damit ein weiterer rostiger Sargnagel in das Zuverlässigkeit-Urvertrauen in Mitspieler. Und damit meine ich noch nicht einmal das U14-Random-Casual-Egomane-Selbstfarmer-Problem von da oben. Das hat auf die Gruppe nur sehr bedingt zugetroffen. Viel mehr auf den Zeiger geht mir die, ganz wie im richtigen Leben, unmögliche, zielgerichtete Bewegung einer Masse mit x. Wenn x nämlich n größer eines kritischen Wertes (ca. 3) ist, ist selbst die Brownsche Bewegung in wassergelöstem LSD determinierter. Und sowieso lustiger. Weswegen ich auch liebsten mit mir selber um die Häuser ziehe. Kennt sicher jeder, die berühmten Treffen mit ‘guten, alten Freunden’ sind nur solange ‘feucht’ und ‘fröhlich’, wie es ‘feucht’ noch nicht geschafft hat, bei allen Gruppenteilnehmern das Kurzzeitgedächtnis derart zu erodieren, daß selbst einfache Fragestellung (‘Wieviele Finger halte ich hier hoch? …Orange!’) den Fragesteller in die Verzweiflung treiben. Meistens möchte man ja auch nicht wissen, wieviel Finger denn nun im Luftzug stehen, sondern wie man dieses Summenprodukt menschlicher Schwächen möglichst einfach wieder am Herkunfstort entsorgt bekommt. Sagt man mir danach zumindest immer. Und wo es im richtigen Leben hilft, sich einfach zum retardiertesten Gruppenmitglied und damit einer gesunden Egalität zu saufen, kann man sich bei WoW in so einem Zustand nicht mal mehr einloggen. Wobei ich mir da auch nie so…aber ich schweife ab.

Anderthalb Bierdosen für eine eigentlich nette Idee, die in der Ausführung aber diskutabel erscheint. Denk ich an Verliese und Instanzen, die sich nur mit 40 Spielern lösen lassen, wünsche ich mir jetzt schon ein Strickleiter-Nervensystem, damit der Frust über kommunalverwaltungsähnliche Reaktionszeiten erst Dienstag in 14 Tagen in meiner Hirnrinde induziert wird.

*) So liest sich ein Großteil meiner WoW-Archive. Bei der Sichtung meiner Schnappschüsse habe ich feststellen müssen, daß ich in den wirklich interessanten Momenten meistens damit beschäftigt bin, hektisch auf Skript- und Waffentasten zu hämmern. Oder zu sterben. Also hier mal die ebenso schlecht platzierte, wie allgemein anzuwendende Entschuldigung für einen eindeutigen Überhang an Vor- und Nachher-, aber nie eindrucksvoll illustrierenden Mittendrin-Fotos.

Drachenfrüchte

Gepostet von Mourningwood am 28. April 2006

“Unter Temple of Love hatte ich mir ehrlich gesagt etwas anderes vorgestellt.”

“Wieso? Shine Like Thunder, Cry Like Rain

und auch wenn die Liebe hier zu eher anämischen Ergebnissen führt,

könnte ich mir gut vorstellen, daß Satan hier in seinem Black Dress rumhampelt.”

“Wovon redest Du da eigentlich?”

“Egal.”

Aber der Reihe nach. Seit ungefähr zehn Leveln schleppe ich mich an der (sic!) “Der grüne Drache”-Quest ab. Hab ich mich neulich noch über AFK’ler aufgeregt, ist mir genau dieses Querschießen nach unserer Un’Goro-Expedition im Februar zum Verhängnis geworden. Fünf Minuten, um mal eben drei Liter Wasser wegzustellen und schon hatte man vergessen, mich einzuplanen und war ohne den einzigen Jäger unterwegs, der Biertrinken 300 hat. Was wohl auch besser für den Run war.

Da unverhofft aber oft kommt, fand ich mich am Dienstagabend in einem der beliebten Fünfer-Läufen auf wieder. Obwohl ich diesmal nix getrunken hatte (Mark the day!), kann ich mich nur an wenig erinnern. Unsere Führerin heizte durch die Gemäuer, als wenn sie schon zehn oder zwanzig mal dort gewesen wäre. Was wohl auch der Fall war. Ich kann mich nur noch an viele Treppen, Lianen, bandagierte Trolle und Treppen erinnern.

Wo, bitte, geht’s zur Front? Schlimmer als auf der Suche nach Passagierschein A 38.

Und diese formschönen Zimmerlampen in Schlangenform. Davon mußten wir sechs Stück (oder so) anzünden und dazu jede Menge Treppen, Lianen und…na ja, ihr kennt die Routine inzwischen sicher.

Besonders hervorgetan hab ich mich dabei durch eine Reihe taktisch gewiefter Manöver, wie dem kontrollierten Abfeuern meiner Katze auf kleinere Gegneransammlungen, wenn alle anderen am Manatanken waren (Nicht im Bild).

Hatte offensichtlich schlecht zu Mittag gegessen: Der Magier beim Pausemachen.

Muß man aber auch explizit ansagen, daß Husten im Teamspeak nicht unbedingt ein Startsignal für den Angriff ist. Ein Glück sind die Verhaltensmuster der Gegner zu diesem Zeitpunkt so transparent wie Glasscheiben und deren Magier so talentiert wie Daniel Kübelböck als Stehgeiger in der Mailänder Scala. Ohne Hände. Oder wir einfach in unserer Gruppenzusammenstellung (Mourningwood: AFK) so gnadenlos gut und aufeinander abgestimmt; der geneigte Leser mag das selbst entscheiden. Schließlich standen wir vor dem Trollpropheten Jammal’An.

Den ersten Impuls unterdrückend, J-Man um ‘is wicked Bling, Hoes oder Spliffs, Maaan anzubetteln (Wie ist man eigentlich auf die wenig zutreffende Rastafari-Analogie [Dschungel, Mojo et al], der Trollpopulation in WoW gekommen?), harkten wir erst brav seine Bewacher aus dem Raum, um uns ihm am Ende in einem unspektakulären Kräftemessen als überlegen zu erweisen. Booyah! Praktischerweise hab ich vergessen, seinen Kopf zu looten und darf den ganzen Käse bei Gelegenheit also nochmal machen, Interessenten melden sich bitte in den Kommentaren.

Jetzt ging’s die Treppen wieder hoch und unserem ersten Wipe entgegen. Nach dem Sterben mußte ich erstmal ausgiebig ins Keyboard brechen.

Wie beim Groundhog Day.

Nach einen hysterischen Anfall konnte ich allerdings dahingehen beruhigt werden, daß man den Weg auch abkürzen kann und ich das enigmatische Stockwerklaufen aus Teil eins des Tempel-Runs nicht noch mal über mich ergehen lassen muß. Prima. Ich würde diese Zeilen sonst wohl auch nur bitterlich weinend und auf einer dieser Treppen sitzend absetzen können.
In der Halle der Drachen verließ uns dann der Magier und damit unsere schönen AoE-Zauber. Fairerweise nachdem wir da schon ordentlich saubergemacht hatten. Für einen unterhaltsamen Adrenalinschub sorgte dabei Mizukas: “Huch, die hatte ich ja komplett vergessen…”, als uns diese beiden Racker bei der Rückkehr in die Haupthalle erwarteten.

Gefühlte fünfzehntausend Drachkins und getötete vier grüne Drachen später gab’s ein erstes “Tally-Ho!” auf den Scheff des Ganzen: Erianikus. Eigentlich schön geplant und auch prima mit viel Defensivmagie und Fallenlegen angefangen.

Leider hatten wir noch nicht jeden der Drachkins im Hauptraum auf die Schuppen geworfen und so fühlten wir uns kurze Zeit später wie in der Abfertigungshalle eines südindischen Bahnhofs. Nur voller.

Hätte mehr Beachtung finden sollen: Der Arbeitsaufruf an E’s Nachkommenschaft.

Tot wären wir in beiden Fällen gewesen und endlich löst sich mein wirres Schachtelsatzgestolper in den angesprochenen Wipe auf. Kommando also zurück und brav den Raum gesäubert, nebenbei noch fix den fliegenden Dracolich Hakkar

und Anhänger gelegt und dann zum zweiten Mal und mit fröhlichem Liedgut auf den Lippen (“Was machen wir aus Erianikus? Ein großes Glas voll Drachenmus!”) in Richtung Boss marschiert. Lief besser.

Der will doch nur spielen!
Oder was Drachen und Rottweiler gemeinsam haben: Einfach üble DPS-Werte.

Lief sogar sehr besser. Lief so gut, daß er am Ende auf seinem grüngeschuppten Hintern lag und friedlich vor sich hin rauchte. Kurze Zwischenfrage: Muß ich mir Sorgen machen, wenn seine an mich gekette Seele bei jeder Beschwörung was von Rache faselt? Oder soll das nur der Atmosphäre dienen? Fände es ziemlich kontraproduktiv, wenn die nächste, zur Selbstverteidigung beschworene Giftwolke, diese dreißigtausend Trefferpunkt-Überraschung bergen würde.

Pwned!!11!

Wir konnten uns nach zwei Stunden auf die Brust trommeln. Insgesamt ein gelungener und für mich erster Lauf in den Tempel. Neuer Helm (blau), neue Schuhe (auch blau) und am Ende ein zufriedener Nachtelfen-Jäger, der (man ahnt es, blau) jedem, den es interessiert hat, in der Taverne von Ironforge die anstrengende und lange Gesichte des Tempels von Atal’Hakkar erzählte. Und das hat es wirklich keinen einzigen.

5 von 5 Grüntentakel.

Mein Bug, Dein Bug – Silithus für Individualtouristen

Gepostet von Mourningwood am 28. April 2006

Na gut, Kinners, nachdem sich hier also alle in ebenso ausgiebiger, wie deplatzierter Schüchternheit (sprich: Sprachlosigkeit) ergehen, will der alte Mann mal den Anfang machen, ‘ner Bierdose den Kopf abbeißen, diesen in’s Lagerfeuer spucken und in dem Augenblick (pikiertes Schweigen seitens der anderen Nachtelfen, Würgegeräusche der weiblichen Druidin) merken, daß er vielleicht doch lieber einen alkoholkranken Zwerg hätte rollenspielen sollen.

Macht ja nix.

In loser Folge dann mal meine besonders subjektiven Eindrücke während des Spielens, illustriert mit Bildmaterial aus meiner umfangreichen Screenshot-Sammlung. Und Wörtern.

“…öööörrchhh”, erwache ich mit meiner Lieblingskonsonantenfolge und schlechtem Geschmack im Mund. Was an sich nichts neues ist. Nur, daß ich das ansonsten in den wohlriechenden Armen einer attraktiven Nachtelfin mache. Eingehüllt von Seidenbettwäsche. Und in einem Bett, welches sich in einem, nun, nennen wir es in Ermangelung eines jugendfreieren Wortes, ‘Gasthaus’, befindet. Ich erhebe mich schlaftrunken, aber die Armee von Zwergenpaladinen, die sich bis jetzt nur stiefelstampfend auf eine Patroullie um meinen Kopf beschränkt haben, schlägt plötzlich unnachgiebig mit ihren Hämmern zu. Und die kleinen Stinker haben nicht vergessen, mir vorher einen großen Topf aus Eisen über zu helfen. Im Ergebnis mag ich zwar durchaus eine gelungene Kopie von Big Ben abgeben, aber fehlt es hier in der Wüste einfach an Touristen, von denen ich Eintritt für mich verlangen kann. Also kippe ich schicksalsergeben zurück in den Sand…

Nur besoffen rumliegend auszuhalten. Das Käferheim.

…um nur wenige Stunde später wieder stöhnend zu erwachen. Ergebnis einer kurzen Inventur: Mein Reittier ist weg, die Kampfkatze auch, statt meines Bogens habe ich nur noch ein Pappschild (“Will tabledance for cocksucking”) in den Händen und wenn mir normalerweise soviel Geld fehlt, habe ich die Nacht vorher in den Armen einer…na und so weiter. Muß gut gewesen sein, die Sause. Bloß richtig umbringen hätte man mich sollen.
“Heiliger Dryadendung”, schwanke ich mich unsicher auf die Beine und beginne meine unfreiwillige Rucksacktour durch den wilden Süden Kalimdors. This, dear sir, is not bat country. This is worse. Silithus ist das, was die Klimaveränderung mit weiten Teilen Mitteleuropas vorhat. Ein riesiger Sandkasten, flankiert von erodierendem Karstgestein und infestiert von gähnender Trostlosigkeit. Zu allem Überfluß auch noch Heimat einer uralten Insektenrasse, die gerade zum Angriff auf die zivilisierte Welt bläst. Parallelen zu Startship Troopes oder Sachsen-Anhalt sind nicht von der Hand zu weisen. Während ich so rumlatsche, brennt mir die Sonne unbarmherzig auf den Kopf und nicht zum ersten Mal verfluche ich die Entscheidung, meinen Jay-Z-Numb-Video-Gedächtnis-Hut gegen diesen blöden Gußmetall-Helm eingetauscht zu haben.

Macht aber nix, die schleichende Dehydration, kombiniert mit den vielen Stichen und Bissen der achtbeinigen Bewohner dieses Landstriches, lassen einen den selben in einem wohligen Dämmer- und Mir-doch-Bockwurst-Zustand erleben. So gut wie ständig schleppt man einen grünstichigen Hautausschlag mit sich herum, der dem Auge einen wohltuenden Kontrast zum gräulich-braunen Siebziger-Jahre-Badezimmer-Chic der Gegend bietet.

Durchweg zum Schießen: Die miesgelaunten Ureinwohner.

Ist aber eigentlich auch egal, wie es hier aussieht. Meistens fliegt man eh als Geist herum und sieht blau. Selten stirbt es sich (unter Level 55 vorausgesetzt) so schön und häufig wie hier. Man braucht nur mal einen der ständig sabbernden und augenrollenden Twilight-Jünger nach dem Weg oder der Uhrzeit fragen, unter einen Stein gucken, ob man nicht was zu Essen findet, oder versuchen, eine der vielen Statuen zu fotografieren.

Unter Garantie findet man sich dann am Friedhof wieder auf und kann den ganzen langen Weg zurücklatschen. Besonders putzig: Viele Gegner durchschauen die sonst eigentlich prächtig funktionierende Todesstarre meines Schmalspur-Kabukis und hauen fröhlich weiter auf mich ein. Links und rechts des Weges hat man also in erster Linie in Gruppen was zu suchen.

Wobei das auch nicht klappen muß.

Silithus. Macht einen nicht ganz zo depressiv wie Desolace, heiraten möchte man die Gegend allerdings auch nicht. Der Laden hat darüber hinaus ein echtes Kakerlaken-Problem, die Bedienung ist unfreundlich, untot, oder beides und wenn ich mir den Sissy-Faktor der dort stationierten Einheiten gebe (Elite-Kavallerie, die nur wenige Meter Patroullie reitet; Scharfschützen, die leider ohne Bleipumpen angetreten sind, den schönen Schein durch aufgesetztes Habacht-Halten ihrer Hände aber trotzdem aufrechterhalten wollen), wundert es mich ehrlich, daß wir nicht schön längst von Maja der I. in Ssssssssssssssstormwind regiert werden und Bienenhonig als geächtetes Produkt und illegale Droge gehandelt wird. Nicht umsonst textet der Tourismusverband Silithus e.V. “Oh käferbeladenes Silithus, – wie schön, wenn man es nicht sehen muß.”

Der durchschnittliche Solo-Farmboi ist hier allerdings bei den Sachen, die so gedropt werden, gut aufgehoben. Was ich von diesem Spielmechanismus generell halte, werde ich zu gegebener Zeit nochmal von mir geben.

2 von 5 Bierdosen, weil eine der Felspirscher-Spinnen hier neulich ‘nen blauen Ring gedropt hat, den ich mit 25 Klöpsen Sorfortkauf offensichtlich viel zu günstig angesetzt habe. Nach drei Minuten war er weg.